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Manuel Neuer und 7 Kapitäne tragen bei WM 2022 die OneLove-Kapitänsbinde

Bei der WM 2022 – 20. November bis 18. Dezember 2022 – werden Kapitäne der Nationalmannschaften von Deutschland, England, Niederlande, Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweiz und Wales mit der OneLove-Armbinde auflaufen. OneLove bedeutet „Gemeinsam für Inklusion und gegen Diskriminierung“.

DFB Kapitän Manuel Neuer mit der Kapitänsbinde "One Love" Copyright Footyheadlines
DFB Kapitän Manuel Neuer mit der Kapitänsbinde “One Love” Copyright Footyheadlines

Symbolträchtiges Armband OneLove bei WM 2022 dabei
Insgesamt werden 8 Kapitäne der Fußball-Nationalmannschaften bei der WM 2022 mit der OneLove-Binde spielen. Die Kapitänsbinde mit dem farbigen Herz und der Aufschrift „OneLove“ kam bereits bei der UEFA Nations League im September 2022 zum Einsatz.

Die OneLove-Aktion wurde ursprünglich von den Niederlanden ins Leben gerufen. Inzwischen sind viele weitere Länder wie Deutschland, England, Schweden oder Norwegen daran beteiligt. Der DFB stellte die Kapitänsbinde bereits am 21. September 2022 vor.

Botschaft für Inklusion und gegen Diskriminierung
Die bunte OneLove-Kapitänsbinde soll ein starkes Zeichen setzen in einem WM-Gastgeberland, wo Homosexualität verboten ist. Die Farben auf der Binde stehen für Vielfalt und für unterschiedliche Orientierungen bei dem Thema. Der DFB erklärt die Symbolkraft der OneLove-Binde folgendermaßen: „Um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt zu setzen, wird Manuel Neuer bei den anstehenden während der WM in Katar eine spezielle Kapitänsbinde tragen.“

Der Kapitän der Schweizer Nati Granit Xhaka erklärte, dass er die Binde mit Stolz tragen werde. „Wir stehen als Team gemeinsam für Toleranz, Respekt und Solidarität ein. Es ist ein starkes Zeichen, dass viele Nationalmannschaften sich an dieser Aktion beteiligen. Wir wollen damit alle daran erinnern, dass wir Menschen alle gleich sind und gleich behandelt werden möchten.“

Kritik an den OneLove-Farben durch Human Rights Watch
In einem Interview mit der Tageszeitung Welt (20.10.2022) äußerte sich Wenzel Michalski, Direktor von Human Rights Watch Deutschland, zum Thema OneLove-Armbinde. Er nannte die Armbinde „komisch“ und meinte, dass die Farben nicht eindeutig genug seien. „Symbole wie die Regenbogenflagge sind über Jahre hinweg politisch relevant geworden. (…) Jetzt gibt es eine Binde, die niemand kennt. Das ist doch naiv.“

Außerdem sei die Aufschrift OneLove „reine Symbolkritik“, sagte Michalski bei Sky bereits im September 2022. „Das ist ja kein politisches Statement“, resümierte der Human-Rights-Watch-Direktor.